In eigener Sache

zur ZDFzoom Dokumentation:

Ziffer 1 des Pressekodex

»Die Achtung vor der Wahrheit, die Wahrung der Menschenwürde und die wahrhaftige Unterrichtung der Öffentlichkeit sind oberste Gebote der Presse. Jede in der Presse tätige Person wahrt auf dieser Grundlage das Ansehen und die Glaubwürdigkeit der Medien.«

Zu den Begleiterscheinungen der Corona-Krise gehört ein erheblicher Vertrauensverlust in die öffentlichen rechtlichen Medien. Als Ursache dafür wird vielfach die Verbreitung von Fake-News durch unseriöse Portale und Blogger im Internet angeführt, welche das Vertrauen untergraben würden. Seltener hört man selbstkritische Stimmen, die danach fragen, ob man dieses Vertrauen nicht vielleicht dadurch verspielt hat, dass man die Normen guter journalistischer Arbeit verletzt hat, indem man sich mit bestem Gewissen einer Sache verschrieben hat, der man Geltung verschaffen möchte. ›Haltungsjournalismus‹ rückt Berichterstattung in die Nähe von Propaganda, in der die Öffentlichkeit nicht mehr zur freien Urteilsbildung befähigt, sondern durch Meinungsmache gelenkt wird. Dies betrifft einerseits das Schüren von Ängsten und die unkritische Wiedergabe der Regierungspositionen, andererseits aber auch die unfaire Darstellung von Personen und Positionen, die dies nachdenklich kommentieren.

Ziffer 14 des Pressekodex

»Bei Berichten über medizinische Themen ist eine unangemessen sensationelle Darstellung zu vermeiden, die unbegründete Befürchtungen oder Hoffnungen beim Leser erwecken könnte. Forschungsergebnisse, die sich in einem frühen Stadium befinden, sollten nicht als abgeschlossen oder nahezu abgeschlossen dargestellt werden.«

In diesem Zusammenhang soll exemplarisch auf einen Bericht des ZDF verwiesen werden, in dem wir und unsere Arbeit auf suggestive Weise im Zusammenhang mit der Impfthematik in ein schlechtes Licht gestellt wurden.
Vorweg: Wir haben kein Problem mit Kritik, sofern sie sich auf die Sache bezieht und der Wahrheitsfindung dient. Irren ist menschlich; für konstruktive Hinweise sind wir dankbar.
Wenn allerdings vorsätzlich unsere fachliche Expertise ignoriert und unsere Glaubwürdigkeit diskreditiert wird, sehen wir die journalistische Sorgfaltspflicht verletzt: »Recherche ist unverzichtbares Instrument journalistischer Sorgfalt« (Ziffer 2 des Pressekodex).

(Klicken Sie auf das Bild, falls Sie die "Doku" ansehen möchten.)

Die verantwortliche Redakteurin hatte in Vorbereitung des Beitrages Kontakt mit uns aufgenommen. Wir haben ihr unsere Expertise zur Verfügung gestellt (Link Artikel Impfung). Bei Impfungen handelt es sich um ein komplexes Thema entsprechend differenziert sind unsere Einlassungen. Wir gehen davon aus, dass eine Kritik an unserer Arbeit redlicherweise damit beginnen muss, diese zur Kenntnis zu nehmen, sie intellektuell nachzuvollziehen und schließlich einem begründeten Urteil zu unterziehen. All dies ist nicht geschehen, so dass sich der Verdacht aufdrängt, dass der gebotene Wille zur Wahrhaftigkeit – aus welchen Gründen auch immer – dem Willen zur Agitation gewichen ist.

Wir bedauern dies sehr. Nicht nur, weil uns damit in ehrverletzender Weise ein Schaden zugefügt wurde, sondern weil das noch höhere Gut des Ansehens und der Glaubwürdigkeit der Medien insgesamt erschüttert wurde.


(19.02.2021 - MB/tho)

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